Aktuelles

Ehrungsabend 2017

Neun Musiker erhalten Ehrennadel für zehnjährige Vereinszugehörigkeit

Gemeinsam Musik machen, ist zweifellos in jedem Alter ein herrlicher Zeitvertreib. Dies im Jugendalter aber in einem Musikverein zu beginnen und trotz Schule und Studium oder Ausbildung dabeizubleiben, ist nicht einfach, aber machbar. Das zeigte vor kurzem wieder die Ehrung von neun jungen Musikern im Waldstetter Musikverein: Für zehnjährige Vereinszugehörigkeit durften der ersten Vorsitzende Michael Henkel (Zweiter von rechts) und der stellvertretende Vorsitzende des Blasmusikverbandes Ostalb, Roland Haag (ganz rechts), im Beisein vom Waldstetter Bürgermeister folgende Musiker die Ehrennadel und eine Urkunde überreichen (v.l.):  Schultes Michael Rembold, Florian Trautwein, Verena Krieger, Sebastian Feucht, Simon Herkle, Thomas Volpp, Sina Wamsler, Timo Fischer. Auf dem Foto fehlen Johannes Müller und Max Waibel. Ebenso honoriert wurden regelmäßige Probenbesuche. Immerhin 55 Aktionen standen im zu Ende gehen Jahr im Kalender der Musiker, bei denen nie oder nur wenige Male folgende Aktiven fehlten: 1. Simon Herkle, 2. Michael Henkel, 3. Adrian Bisle und 4. Karin Roth-Lamnek. Für ihre regelmäßige Anwesenheit bei Probe und Auftritten mit der Jugendkapelle wurde daneben Magnus Waibel und Jonas Giesche gedankt.

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Einfühlsam in den Advent
Konzert des Musikvereins Waldstetten in der Laurentius-Kirche

Waldstetten (pm). Ohne Zweifel: Unsere Welt dreht sich schneller, Jahr für Jahr. Ein Grund mehr für den Musikverein Waldstetten, ein entschleunigtes Adventskonzert zu präsentieren, bei dem die Musiker mit stimmungsvollen Kompositionen die Zeit für 60 Minuten zum Stillstehen brachten.
Das Auditorium in der St. Laurentius-Kirche war wiederum sehr schön gefüllt, als die Jugendkapelle mit der Air (aus Orchestersuite Nr. 3) stimmungsvoll begann. Dieser Duktus sollte fast ungebremst bis zum Ende des Konzertes anhalten. Dazu passte auch natürlich der Ausflug zu Antonio Vivaldi und seinem „Winter“ aus den vier Jahreszeiten. Die „Toccata in d-moll“ setzte hier noch kraftvolle Klänge entgegen; und dennoch mit viel gebremstem Schaum.
Pfarrer Dr. Horst Walter sorgte für ein weiteres Ausrufezeichen mit seiner geistreichen Begrüßungsrede, die verschiedene Aspekte vom Advent und dem menschlichen Zusammensein überhaupt enthielt. Zuvor konnte Simon Herkle für den Vorstand des Musikvereins galant alle Gäste begrüßen. Diese bekamen weitere „Geistesnahrung“ überreicht. So etwa die Variationen von A. Loritz über den Choral „’Vom Himmel hoch“ (mit einer toll ausgearbeiteten Fugenfassung im Anschluss). Bei der Komposition „Mentis“ (dem lateinischen Wort für „Besinnung“) war der Kern des Konzertes erreicht. Thiemo Kraas bearbeitet hier äußerst schlicht und dennoch sehr galant die Melodien von „Maria durch den Dornwald ging“ und „Macht hoch die Tür“. Dazu passt sehr wohl auch die Reinheit von James Last und seiner Komposition „Der einsame Hirte“. Etwas exotisch offenbart sich „The Spirit of Alphorn“ – mit dem exotischen Alphorn der Schweizer Eidgenossen offenbart Simon Herkle eine ganz neue Klangerfahrung.
Alpenländisch, fast schon religiös, tönt es durch die Pfarrkirche. Der spontane Applaus ist dann schon auch die befriedigende Resonanz an den Solisten und das Orchester, das weiter diszipliniert aufspielte. Der Rockepos „Who wants to live forever“ der Popgruppe Queen ist die musikalische Antwort eines Freddy Mercury, der sich angesichts seiner finalen Erkrankung musikalisch mit dem Thema Tod und Ewigkeit auseinandersetzte.
Innig könnte man auch „Gabriellas Sång“ aus dem Kinohit „Wie im Himmel“ bezeichnen. Vom Es-Alt-Saxophon angestoßen, entwickelt sich eine zarte Durchführung der Melodie, die im hymnischen Schluss endet. Hier hätte man sehr wohl ein nachdrückliches Konzert beenden können – gut aber, dass man noch ein spritziges Outro bereit hatte. Dies mit Irving Berlins „White Christmas“ und von George Michael „Last Christmas“. Die wären dann wirklich zwei der legendärsten Weihnachtshymnen der vergangenen 100 Jahre gewesen – und diese erneut sauber intoniert. Für ein noch zusätzlich optisches Highlight sorgten Martin Widmann und sein Dudelsack mit der keltisch, britischen Hymne „Highland Cathedral“.

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Waldstetter Musikverein umrahmt Kirmes-Prozession 2017

Erstmals agierte der Waldstetter Musikverein nicht als musikalischer Repräsentant der Partnergemeinde beim Köhlerfest, sondern beteiligte sich am letzten Oktoberwochenende 2017 an der Kirmes in Mengersgereuth-Hämmern. Am Samstag waren die Musiker sowie Bürgermeister Michael Rembold und dessen Familie zu Gast im Neuen Schloss und dessen beeindruckender Ausstellung, lernten bei einer Rundfahrt die Ortsteile von Frankenblick kennen und feierten am Abend bei ausgelassener Stimmung in der Meng-Hämm-Arena.

Am Sonntagnachmittag waren die Mitglieder des Musikvereins dann selbst Teil der viertägigen Kirmes. Die Musiker führten die Prozession von der Meng-Hämm-Arena zur Erlöserkirche an, nahmen am dortigen Gottesdienst teil und geleiteten den Kirmes- und Trachtenverein wieder zur Festhalle. Dort erlebten sie die jüngsten Mitglieder des Kirmes- und Trachtenvereins bei deren Auftritt sowie den Kirmesspruch. Letzterer ist vergleichbar mit der Proklamation des Büttels der Waldstetter Wäschgölten beim Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag.
Erstmals mit in die Partnergemeinde fuhren auch fünf Jugendbeiräte.

Es war ein Wochenende voll ausgelassener guter Stimmung und vieler neuen Kontakte zwischen den jungen Waldstettern und der Jugend aus Frankenblick.

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Bericht: Generalversammlung am 14. Juli 2017

Erfreulich viele Anwesende konnte der erste Vorsitzende des Waldstetter Musikvereins, Michael Henkel, bei der diesjährigen Generalversammlung im Bürgersaal begrüßen. Und ihnen seinen Dank für ihr aktives Wirken für den Verein bei vielzähligen Veranstaltungen auszusprechen.

Waldstetten (ira). Mit 14 Vereinen, der Musikschule sowie der Gemeindeverwaltung und katholischen Kirchengemeinde kooperierte der Waldstetter Musikverein im zurückliegenden Jahr. Sei es durch Auftritte oder durch tatkräftige Mithilfe bei deren Veranstaltungen. Grund genug für den ersten Vorsitzenden Michael Henkel, allen Musikern und Helfern ein großes Lob und seinen Dank für die Repräsentation des Vereins auszusprechen. Der Bericht der Schriftführerin Anja Wahl, den Henkel stellvertretend vortrug, beinhaltete – neben einigen hervorzuhebenden Veranstaltungen im Jahr 2016 – leider einen Mitgliederrückgang. Dirigent Manfred Fischer blickte anschließend insbesondere auf die Proben zurück. Dort hatte es eine Änderung im Ablauf gegeben, die wieder zu mehr Motivation geführt habe: „Manchmal ist ein ‚Reset‘ nötig“, so die Begründung des musikalischen Leiters. Auch die Tatsache, dass sich die Musiker und Musikerinnen aktiv in die Auswahl der Stücke einbringen, erfreue ihn. Einzig die oftmals vorkommenden Lücken in den Stuhlreihen waren ihm ein Dorn im Auge: „Da sind vor allem die anwesenden Musiker enttäuscht, wenn deshalb Stücke nicht geprobt werden können.“ Ein großes Anliegen sei ihm, der zudem die Jugendkapelle leitet, die Jugendarbeit. „Wir müssen die Jugend locken“, so die klare Aussage Fischers. Er arbeitet als Musikschulleiter eng mit der örtlichen Gemeinschaftsschule zusammen, hat dort die Bläserklasse aufgebaut und hofft, nun die ersten Früchte ernten und die Kinder für die Jugendkapelle begeistern zu können. Abschließend griff er nochmals das vielfältige Wirken des Vereins auf und brachte es auf den Punkt: „Der Musikverein ist ein Dienstleistungsverein. Es gibt in Waldstetten keinen Verein, der mit oder für so viele Organisationen arbeitet wie wir.“ Schatzmeister Gerold Kottmann gab danach mit nüchternen Zahlen Einblick in seine Tätigkeit und erhielt von Kassenprüferin Stefanie Simm ein großes Lob für seine hervorragende Arbeit. Bevor Bürgermeister Michael Rembold die Entlastung der Vorstandschaft beantragte, ließ er es sich nicht nehmen, dem Verein für seine Kooperation mit der Gemeinde bei deren Veranstaltungen sowie mit den Vereinen zu danken. Er hob die umfangreiche Hintergrundarbeit seitens des Vorsitzenden sowie des Dirigenten hervor, lobte aber auch das ehrenamtliche Engagement aller Mitglieder. Und ließ sie wissen, dass die Gemeindemitarbeiter gerne mit dem Waldstetter Musikverein zusammenarbeiten. Nach der einstimmigen Entlastung gingen die Anwesenden zu den Wahlen über. In ihren Ämtern wurden Gerold Kottmann (Kassier), Anja Wahl (Schriftführerin), Simon Herkle (Beisitzer) sowie die Kassenprüfer Stefanie Simm und Günther Achatz bestätigt. Als neue Beisitzer hieß der Ausschuss Christian Popp und Katja Kottmann willkommen. Ein kleiner Ausblick auf den Besuch und die Mitwirkung des Musikvereins bei der diesjährigen Kirmes in der Partnergemeinde Frankenblick Ende Oktober beendete die Generalversammlung.